Vorstellung des Festivals

 

Seit einiger Zeit sehen wir eine neue Welle von Bogenjagdfilmen die vom „Nature writing“, einer amerikanischen Literaturgattung inspiriert wurde, deren sicherlich bekanntester Vertreter Jim Harrison ist. In diesen Filmen ist die Jagd nicht mehr nur ein simpler Akt von Predation, sondern ein Aufbruch zu einem Abenteuer, sei es das Biwak in den Bergen, die sportlichen Aspekte oder die Herausforderung dabei einen Film zu drehen. Diese neue Art, die Jagd zu betrachten, bringt zweifellos eine Wende in der Jagdkultur mit sich.

Das Festival „Arc Aventure“ ist ein in Europa einzigartiges Zusammentreffen der Filmkunst mit der Welt der Bogenjagd und fördert einige besondere Werke ans Licht: Expeditionsberichte, Begegnungen und ähnliche Abenteuer, bei denen Biwaks, Beobachtungen, Ökologie, die Liebe zu großen Weiten und außergewöhnliche Persönlichkeiten im Vordergrund stehen.

Jeder auf dem Festival aufgeführte Film muß die folgenden Ansprüchen erfüllen:

  • Künstlerische Qualität: Gegenwärtig zeugen nur wenige Filme von einer echten Arbeit am Bild, dem Szenario, der Musik, usw… Selbst unter den amerikanischen Filmen der großen Produktionsstudios finden wir oft nur mit Mühe Filme die uns gefallen.
  • Einzigartigkeit: Die große Mehrheit der Produktionen behandeln zu 90 % eine einzelne Wildart (nämlich den Weißwedelhirsch) und eine einzelne Jagdart (Ansitz von einem Baumsitz)
  • Leidenschaft: Die meisten aktuellen Filme werden von einer Aneinanderreihung von Abschußvideos dominiert. Sie zeigen nicht im Geringsten den philosophischen Ansatz, den manche Bogenjäger verinnerlicht haben, bevor sie in ihr Revier aufbrechen. Wir möchten gerade diese positiven Aspekte der Jagd vermitteln, indem wir den Jäger in einer Weise darstellen, bei der seine Betätigung wie ein Abenteuer erscheint und etwas aus seinem Leben und von seinem persönlichen Werdegang erzählt, die eines auf den Punkt bringt: Den Respekt den Jäger für das Tier empfinden, welches sie erlegen.

    Die Bogenjagd zwingt zur unmittelbaren Nähe mit dem Wild und verlangt einen hohen zeitlichen Einsatz im Revier, die letztlich aber auch dazu führt, daß der Jäger mit vielen seltenen Bildern zurückkommt.