FESTIVAL 2016

1. DIE GEWINNER AUS 2016
2. DIE FILMAUSWAHL 2016
3. DER VORSITZENDE DER JURY 2016
4. DIE FESTIVALJURY 2016

1. DIE GEWINNER AUS 2016

EIN WORT VON DEM VORSITZENDEN DER JURY

Das Bogenjagd-Filmfestival in Châteauvillain findet nun zum zweiten Mal in Folge statt. Die Initiative, ergriffen von Errol Benstead, der mithilfe seines Bruders Heston und einem Team von begeisterten Mitstreitern zusammenarbeitet, findet ein zunehmendes Echo.
Als ich die Anfrage erhielt, den Juryvorsitz zu übernehmen, fühlte ich mich zunächst geehrt, dann aber auch überrascht: Ich sollte einer Jury vorsitzen, die aus Erick Teycher, Armand Mamy-Rahaga, Marc Rouget und Yvan Buchmann, allesamt Koryphäen aus der Szene, besteht. Das erscheint mit nicht sehr legitim, doch das Team erklärte mir, daß es eine breit aufgestellte Jury wünscht um vielfältige Blickwinkel vertreten zu sehen, und nicht nur den des Bogenjägers.

Die Beurteilung eines Werks ist natürlich immer subjektiv und hängt von den jeweiligen Bewertungsmaßstäben ab. Wir haben uns daher innerhalb der Jury entschlossen, den persönlichen Eindruck jedes Juroren in Bezug auf Ethik, Ästhetik, der filmischen Umsetzung und der hervorgerufenen Emotionen in das Gesamturteil miteinfließen zu lassen.

Dieses Jahr befanden sich sieben Filme in der Auswahl: zwei französische und fünf amerikanische Produktionen. – Jede einzelne eröffnete uns einen anderen Blickwinkel.

Nach gewissenhafter Prüfung hier nun das Ergebnis der Jury:

 

Den Preis der Jury erhält der Film TERRA NOVA: 3 DAYS ON THE ISLAND

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Terra Nova ist eine Sicmanta Produktion, die den Bogenjäger Donnie Vincent in Szene setzt.
Terra Nova ist ein Meisterwerk, welches gekonnt die Gedanken bei der Anreise, der Suche nach dem Wild, des Sich-Infragestellens, dem Respekt vor dem Geschöpf und dem Auf und Ab der Gefühle darstellt. Es ist eine tadellose Umsetzung des Erlebten, die uns in die wilden Landschaften Neufundlands mitnimmt und bei der die Spannung, die bis zum Ende anhält, zum Zuschauer durchdringt.

Den Preis der Kategorie „Abenteuer“ erhält der Film ASCENT von Clay Hayes

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Ascent ist ein Film der alten Schule der Filmkunst, relativ minimalistisch gehalten, der aber von dem nötigen Einsatz Zeugnis gibt, den die traditionelle Bogenjagd auf den Maultierhirsch im wilden Idaho erfordert.

Sondernote zu CORSIC‘ ARCU

Ein französischer Film von Vincent Maïda über Freundschaft, dem Teilen und der Gemeinschaft unter Bogenjägern mitten in den geschützten und wilden Landschaften Korsikas.

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Beim Anschauen der Produktionen macht sich der Unterschied in der Finanzierung zwischen den französischen und amerikanischen Produktionen bemerkbar. Dieser Einfluß ist selbstverständlich auch im Ergebnis wiederzufinden, ob man möchte oder nicht. Es bleibt zu hoffen, daß die französischen Produktionen zukünftig mit größeren Budgets aufwarten können, um mit den Konkurrenten des transatlantischen Nachbarn mithalten zu können.
Andererseits, und das ist vielleicht der berühmte französische Sonderweg, zeigen sich hier außergewöhnliche Regisseure mit viel Kreativität und besonderer Originalität.

Ich habe mich gefreut, Teil dieses Abenteuers sein zu können über dessen Länge und Umfang ich keine Zweifel hatte. Mir bleibt nur, allen Beteiligten an diesem schönen Projekt zu gratulieren: Den Organisatoren, den Partnern, den teilnehmenden Filmteams, der Jury und natürlich den Zuschauern..
Ich hoffe, daß das Echo dieses Festivals noch viele andere anspornt, qualitativ hochwertige Filme zu drehen. Filme, die sich abheben von dem, was wir überall im Internet finden, und die bedauerlicherweise ein jämmerliches Bild von einer Beschäftigung zeichnen, die so alt ist wie die Erde.

 

Walter Arlaud

Vorsitzender der Jury 2016

Den Publikumspreis erhält der Film TERRA NOVA: 3 DAYS ON THE ISLAND

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2. FILMAUSWAHL DES FESTIVALS 2016

Ascent

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Nach „Untamed“, Träger des Publikumspreises 2015, erzählt uns der neue Film von Clay Hayes und Twisted Stave Media von einer traditionellen Bogenjagd auf den Maultierhirsch in der Wildnis im Zetrum von Idaho.

Clay Hayes stellt uns mit „Ascent“ einen fast epischen, aber dennoch sehr persönlichen Film vor.

Corsic’Arcu

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Corsic’Arcu erzählt uns die Geschichte dreier Jäger, die sich vor dem Haus einer ehemaligen Schafzucht in den Bergen Korsikas wiedersehen und die uns an den größten Augenblicken ihrer letzten Jagdsaison teilhaben lassen.

Sie nehmen uns mit auf ihre Abenteuer in die prächtige Kulisse dieser herrlichen Insel Korsika.

Heavy Hitters

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In Heavy Hitters begleiten wir den Bogenjäger und Abenteurer Tom Miranda bei einer Reise nach Afrika auf die Jagd nach den Big Five. Das Außergewöhnliche in diesem Film ist die Tatsache, daß er den Bogen bei der Jagd auf diese besonders gefährlichen Tiere manchmal auf ganz unerwartete Weise einsetzt.

Larmes d’ours (Bärentränen)

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Die Bärenjagd hat unter den vielen Spielarten der Bogenjagd einen besonderen Platz im Herzen der Bogenjäger. Sie ist eine der aufregendsten Jagd auf Wild für einen Liebhaber der Bogenjagd und hält ihr Versprechen in Bezug auf Überraschungen und große Gefühle.

Next Generation

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Ein Film über die Weitergabe einer großen Leidenschaft mit Clay, einem Jungen, der seine erste Bogenjagdsaison in Kansas erlebt und Alexa Easly, die, mit Hilfe ihres Vaters Ty, versucht, ihren ersten Weißwedelhirsch vor Ende der Jagdsaison in Missouri zu erlegen.

Terra Nova: 3 Tage auf der Insel

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Auf Neufundland, ursprünglich Terra Nova genannt, geht die Sonne jeden Tag als erstes über dem nordamerikanischen Kontinent auf.
„Terra Nova: Drei Tage auf der Insel“ ist der zweite Abenteuerfilm mit Donnie Vincent in der Hauptrolle. Dank der außergewöhnlichen Bilder taucht der Zuschauer zusammen mit Donnie durch Wälder und Moore auf der Suche nach dem Karibu.

 

THE ROCK – AN IBEX ADVENTURE

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Im Dezember 1970 hat die Jagd- und Fischereibehörde von Neu-Mexiko 15 Steinböcke in einer in die Wüste reichende Bergkette nahe der Grenze zu Mexiko ausgewildert.

In dem Film „The Rock – An Ibex Adventure“, nimmt uns Trevon Stoltzfus mit in die Floridas Mountains, welche die Einheimischen auch „The Rock“ nennen. Er hatte sich entschlossen, sich auf die Jagd nach diesem Tier zu begeben, welches unter dem US-amerikanischen Wild für den Bogenjäger die größte Herausforderung darstellt.

3. DER VORSITZENDE DER JURY 2016

Walter ARLAUD

Die Leidenschaft für die Natur ergriff Walter Arlaud schon sehr früh, als er seinem Vater in die Berge zur Gams-, Auerhahn- oder Wildschweinjagd in die Berge folgte. Die großen unberührten Flächen, die majestätischen Landschaften und die wilde Tierwelt haben ihn von Anfang an fasziniert. Er ist ein geübter Beobachter, der es liebt, auf Papier oder Leinwand wiederzugeben, was er draußen, in der Natur, sieht und fühlt. Seit etwa 15 Jahren hat er sich seiner künstlerischen Karriere gewidmet und zeichnet sich seither als ein Maler aus, bei dem Ungenauigkeiten keinen Platz haben. Er liebt die großen Erhebungen, die Schönheit, aber auch das Raue und die Wildheit der Berge und staunt über die Anpassungsfähigkeit der Tiere die dort leben. Auf der Suche nach neuen Motiven verläßt er regelmäßig seinen Geburtsort in den Alpen und reist in die kanadischen Bergregionen, nach Alaska, ins Atlasgebirge, die Kamchatka-Halbinsel und die schottischen Highlands, in die es ihn besonders zieht.

http://www.walterarlaud.com

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4. DIE JURY 2016

Armand MAMY-RAHAGA

Armand Mamy-Rahaga, einer der Bogenjagdpioniere in Frankreich, war während mehrerer Jahre Vizepräsident des französischen Bogenjagdverbandes (FFCA) und Vorsitzender für die Ausbildungs- und Trainingskommission. Er ist der Hersteller der Bögen der Marke TAO, welche in Frankreich Bogensportgeschichte mitgeprägt haben. Er, auch Experte in Aikido, schrieb den bekannten Aufsatz „Instinktives Bogenschießen, Bogenjagd und Kampfkunst“, der für viele Bogenschützen ein unverzichtbares Standardwerk geworden ist.
Beruflich ist er heute in der Personalschulung tätig und bedient sich des Bogenschießens bei seinen Kursen in der Firma oder bei seinen Vorträgen an der Universität.

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Marc ROUGET

Zusammen mit einigen Freunden gründete Marc Rouget 1994 die Zeitschrift „Le chasseur à l’arc“. Dieses zwischenmenschliche wertvolle Abenteuer, welches er über zehn Jahre betreute, hat die Bogenjagd nachhaltig und unauslöschlich in seinem Leben verankert. Nach der Produktion von vier eigenen Dokumentarfilmen, entschließt er sich 2008, seine eigene kleine Produktionsfirma „Adrenaline Film Maker“ zu gründen, die sich den Themen Bogensport, Jagd und natürlich der Bogenjagd verschrieben hat. Sein Film „Brame, chasse à l’arc dans les Pyrénees“ („Brunftzeit – Bogenjagd in den Pyrenäen“) war übrigens in der Filmauswahl des ersten Arc Aventure Festivals.
Nach nun beinahe 20 eigenen Dokumentarfilmen, reist er noch heute, den Bogen in der einen Hand und die Kamera in der anderen, durch die Welt, um echte Jagdabenteuer festzuhalten.

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Yvan BUCHMANN

Drei Monate pro Jahr verbringt Yvan BUCHMANN in der Provinz Quebec als Jagdführer. Er ist ein Jäger, der die Welt seit vielen Jahren bereist.
Als freier Jornalist für die Bogenjägerzeitschrift CHARC und Autor von einem Dutzend Schriften rund um das Thema Bogenjagd, hat er durch die Weitergabe seiner Erfahrungen und Erlebnisse viele seiner Leser zur Bogenjagd inspiriert.

Als Autor mehrerer Kurzfilme über Trapper und Waldläufer hat er einen scharfen Blick dafür entwickelt, wie man den „way of life“ dieser Natur- und Jagdliebhaber am Besten vermittelt.

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Erick TEICHER

Erick Teicher hat, neben seinem Hauptberuf als Zahnarzt, 18 Jahre lang als Jagdführer gearbeitet, bevor er sich mit „Safari Guide“ ganz für seine Leidenschaft entschieden hat. Als großer Kenner der Gebirgsjagd, aber auch der Big Five und seit mehr als drei Jahrzehnten als Bogenjäger reist er immer noch durch die Welt auf der Suche nach neuen Jagdabenteuern.

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